Häufig gestellte Fragen
Du hast Fragen zu Abtreibung, zu unserem Standpunkt oder zu den sogenannten “Härtefällen”? Hier findest du ehrliche, klare und mitfühlende Antworten.
A) Abtreibung allgemein
Was ist eine Abtreibung?
Eine Abtreibung ist die vorsätzliche Tötung eines ungeborenen Kindes. Sie wird durch verschiedene Methoden durchgeführt — je nach Schwangerschaftswoche:
- Abtreibungspille (bis 9. Woche): Chemische Abtreibung. Das Kind wird vergiftet, die Gebärmutter zieht sich zusammen und stößt das tote Kind aus. Oft mit starken Schmerzen und Blutungen verbunden.
- Saugkürettage (bis 12. Woche): Das Kind wird mit einem Saugrohr zerstückelt und abgesaugt.
- Ausschabung (bis 14. Woche): Das Kind wird mit scharfen Instrumenten zerschnitten und herausgeschabt.
- Spätabtreibung (ab 14. Woche): Das Kind wird durch Injektion ins Herz getötet (Fetozid), dann wird die Geburt eingeleitet. Die Frau gebiert ihr totes Kind.
Das sind keine “medizinischen Eingriffe”. Das ist gezielte Gewalt gegen ein wehrloses Kind.
Ab wann ist ein Embryo ein Mensch?
Ab der Befruchtung. Das ist keine Meinung, sondern wissenschaftlicher Konsens.
Bei der Befruchtung verschmelzen Spermium und Eizelle und bilden einen neuen, einzigartigen Organismus mit eigener DNA. Von diesem Moment an wächst und entwickelt sich dieser Mensch kontinuierlich — ohne Sprung, ohne “magischen Moment”, an dem er “mehr Mensch” wird.
Du warst einmal eine befruchtete Eizelle. Du warst einmal ein Embryo. Du warst einmal ein Fötus. Das warst du.
Die Frage ist nicht “Ab wann ist ein Embryo ein Mensch?”, sondern: “Ab wann gestehen wir ihm Menschenrechte zu?”
→ Mehr dazu: Der Beginn des Lebens
Wie viele Abtreibungen gibt es in Deutschland?
Offiziell etwa 100.000 pro Jahr (Stand: 2023). Das sind 274 Abtreibungen pro Tag — also etwa 11 pro Stunde.
Aber die Dunkelziffer ist höher. Nicht erfasst werden:
- Abtreibungen durch die “Pille danach”
- Abtreibungen im Ausland
- Illegale Abtreibungen
Seit 1974 wurden in Deutschland über 8 Millionen Kinder abgetrieben. Das ist mehr als die Einwohnerzahl von Berlin, Hamburg, München und Köln zusammen.
Abtreibung ist keine Seltenheit. Es ist eine Epidemie.
Wie viele Abtreibungen gibt es weltweit?
Schätzungsweise 73 Millionen pro Jahr (WHO, 2023). Das sind 200.000 Abtreibungen pro Tag — also etwa 140 pro Minute.
Alle 0,4 Sekunden stirbt ein Kind durch Abtreibung.
Abtreibung ist die häufigste Todesursache weltweit — häufiger als Krebs, Herzinfarkt, Malaria und Verkehrsunfälle zusammen.
Ist Abtreibung in Deutschland legal?
Ja und nein. Die Rechtslage ist kompliziert:
- Grundsätzlich ist Abtreibung strafbar (§ 218 StGB).
- Aber: Sie bleibt straffrei unter bestimmten Bedingungen:
- Beratungsregelung (bis 12. Woche): Pflichtberatung + 3 Tage Bedenkzeit → Abtreibung straffrei, aber rechtswidrig.
- Medizinische Indikation (bis zur Geburt): Wenn die “körperliche oder seelische Gesundheit der Mutter” gefährdet ist → Abtreibung rechtmäßig und straffrei.
- Kriminologische Indikation (bis 12. Woche): Nach Vergewaltigung → Abtreibung rechtmäßig und straffrei.
Das Problem: Die “medizinische Indikation” wird in der Praxis fast ausschließlich für Behinderungen missbraucht. 90% aller Kinder mit Down-Syndrom werden abgetrieben — legal bis zur Geburt.
Wie funktioniert eine Abtreibung?
Siehe oben: Was ist eine Abtreibung?
Wichtig: Die meisten Menschen haben keine Ahnung, was bei einer Abtreibung wirklich passiert. Sie stellen sich einen “harmlosen medizinischen Eingriff” vor.
Die Realität ist brutal. Das Kind wird zerstückelt, abgesaugt, vergiftet oder durch Injektion ins Herz getötet.
Wenn du wüsstest, was wirklich passiert — würdest du es dann noch verteidigen?
B) Standpunkte von sundaysforlife
Warum seid ihr gegen Abtreibung?
Weil Abtreibung die vorsätzliche Tötung eines unschuldigen menschlichen Wesens ist.
Das ist keine Frage des Glaubens, sondern eine Frage der Menschenrechte. Jeder Mensch — geboren oder ungeboren, gesund oder behindert, gewollt oder ungewollt — hat ein Recht auf Leben.
Wir sind gegen Abtreibung, weil wir für Menschenrechte sind.
Seid ihr religiös?
sundaysforlife ist konfessionell unabhängig. Wir sind keine religiöse Organisation.
Viele von uns sind Christen, aber unser Standpunkt basiert nicht auf Glauben, sondern auf Wissenschaft und Menschenrechten:
- Wissenschaft: Das Leben beginnt bei der Befruchtung.
- Menschenrechte: Jeder Mensch hat ein Recht auf Leben.
- Logik: Es gibt keinen moralisch relevanten Unterschied zwischen einem Neugeborenen und einem Ungeborenen.
Du musst nicht religiös sein, um gegen Abtreibung zu sein. Du musst nur an Menschenrechte glauben.
Was wollt ihr erreichen — wollt ihr Abtreibung verbieten?
Wir verfolgen keine konkreten politischen Ziele. Was wir wollen, ist ein dauerhafter, gesellschaftlicher Wandel — eine Kultur, in der Abtreibung undenkbar wird.
Politik ist downstream von Kultur. Ein Verbot von Abtreibung allein würde nicht viel ändern. Andersherum wäre eine komplette Legalisierung irrelevant, wenn Abtreibung allgemein verpönt wäre und wir eine Kultur des Lebens hätten.
Das bedeutet konkret:
- Aufklärung: Die meisten Menschen haben noch nie wirklich über Abtreibung nachgedacht. Wir wollen einen “Stein des Anstoßes” setzen — Zweifel säen, dass Abtreibung “okay” ist.
- Herzen und Köpfe verändern: Wenn die Gesellschaft erkennt, was Abtreibung wirklich ist, folgt der Rest von allein.
- Hilfe: Keine Frau sollte aus Not abtreiben müssen. Wir setzen uns für konkrete Hilfe ein — finanziell, emotional, praktisch.
Wir wollen nicht Gesetze ändern. Wir wollen die Gesellschaft verändern.
Wollt ihr Frauen bestrafen?
Nein. Absolut nicht.
Wir sehen Frauen, die abtreiben, nicht als Täterinnen, sondern oft als zweite Opfer. Viele werden unter Druck gesetzt, bekommen falsche Informationen oder treffen die Entscheidung aus Verzweiflung.
Unser Fokus liegt auf:
- Hilfe für Schwangere in Not — damit keine Frau aus Not abtreiben muss.
- Aufklärung — damit Frauen die volle Wahrheit über Abtreibung kennen.
- Verantwortung der Ärzte und der Abtreibungsindustrie — die von Abtreibungen profitieren.
Wir wollen nicht bestrafen. Wir wollen helfen und Leben retten.
Was ist mit dem Selbstbestimmungsrecht der Frau?
Das Selbstbestimmungsrecht endet dort, wo es die Rechte eines anderen Menschen verletzt.
„Das Recht, meine Faust zu schwingen, endet dort, wo die Nase eines anderen beginnt."
Abtreibung ist nicht nur eine Entscheidung über den eigenen Körper. Es ist eine Entscheidung über das Leben eines anderen Menschen — des Kindes.
Von diesen beiden Rechten — dem Recht auf Leben und dem Recht auf Selbstbestimmung — ist eines grundlegender: das Recht auf Leben. Ohne Leben gibt es keine Selbstbestimmung.
Selbstbestimmung ist wichtig. Aber sie rechtfertigt nicht das Töten eines unschuldigen Menschen.
Kümmert ihr euch auch um Kinder nach der Geburt?
Ja. Selbstverständlich.
Wir setzen uns ein für:
- Hilfe für Schwangere in Not — finanziell, emotional, praktisch.
- Unterstützung für junge Mütter — Beratung, Begleitung, konkrete Hilfe.
- Gesellschaftlicher Wandel — eine Kultur, in der Familien unterstützt werden und kein Druck zur Abtreibung besteht.
Aber vor allem: Wir retten Kinder vor der Abtreibung. Ohne Leben gibt es kein “nach der Geburt”.
C) Härtefälle
Die sogenannten “Härtefälle” werden oft als Totschlagargument benutzt, um Abtreibung zu rechtfertigen. Aber sie machen nur einen winzigen Bruchteil aller Abtreibungen aus — und sie rechtfertigen nicht das Töten eines unschuldigen Kindes.
Was ist mit Vergewaltigung?
Die Situation ist furchtbar. Wir haben tiefes Mitgefühl für jedes Vergewaltigungsopfer. Vergewaltigung ist ein schreckliches Verbrechen, das niemals hätte passieren dürfen.
Aber: Das Kind ist unschuldig. Es hat die Vergewaltigung nicht begangen. Sollten wir ein Verbrechen mit einem zweiten Verbrechen beantworten?
Die Gewalt der Vergewaltigung wird nicht durch eine zweite Gewalt (Abtreibung) geheilt. Im Gegenteil: Viele Frauen berichten, dass die Abtreibung nach Vergewaltigung als zweites Trauma erlebt wird.
Wichtige Fakten:
- In Deutschland machen Abtreibungen nach Vergewaltigung nur 15-30 Fälle pro Jahr aus — weniger als 0,03% aller Abtreibungen.
- Die allermeisten Abtreibungen haben nichts mit Vergewaltigung zu tun. Vergewaltigung wird oft als Argument benutzt, um alle Abtreibungen zu rechtfertigen.
- Es gibt Hilfe und Unterstützung für Vergewaltigungsopfer — emotional, finanziell, praktisch.
Das Kind trägt keine Schuld. Es verdient keine Todesstrafe.
Was ist mit Behinderung (Down-Syndrom etc.)?
90% aller Kinder mit Down-Syndrom werden in Deutschland vor der Geburt getötet.
Das ist Selektion. Das ist Diskriminierung aufgrund einer Behinderung. Das ist Eugenik.
Menschen mit Down-Syndrom leben glückliche, erfüllte Leben. Sie lieben, lachen, haben Freunde, gehen zur Schule, zur Arbeit. Eine Behinderung macht einen Menschen nicht weniger wertvoll.
Die “medizinische Indikation” wird in der Praxis fast ausschließlich für Behinderungen missbraucht. Abtreibungen wegen Behinderung sind bis zur Geburt legal — auch bei gesunden, lebensfähigen Kindern.
Frag dich: Würdest du einen Menschen mit Down-Syndrom töten, nur weil er eine Behinderung hat? Nein? Warum sollte es dann vor der Geburt okay sein?
Eine Behinderung ist kein Todesurteil.
Was ist mit Lebensgefahr der Mutter?
Wenn das Leben der Mutter wirklich akut bedroht ist (z.B. Eileiterschwangerschaft, schwere Präeklampsie, Sepsis), ist die Rettung der Mutter natürlich oberste Priorität.
Aber: Solche Fälle sind extrem selten — und die Behandlung ist keine Abtreibung im eigentlichen Sinne.
Das Prinzip der Doppelwirkung: Die Absicht ist die Rettung der Mutter, nicht die Tötung des Kindes. Der Tod des Kindes ist eine tragische Nebenwirkung, aber nicht das Ziel.
Wichtige Punkte:
- Moderne Medizin kann fast immer beide Leben retten. Echte “Entweder-oder”-Fälle sind extrem selten.
- Die “medizinische Indikation” wird in der Praxis fast ausschließlich für Behinderungen missbraucht — nicht für echte Lebensgefahr.
- Lebensgefahr der Mutter wird oft als Strohmann-Argument benutzt, um alle Abtreibungen zu rechtfertigen — obwohl sie weniger als 1% der Fälle ausmacht.
Wir sind für die Rettung der Mutter. Aber “psychische Belastung” ist keine Lebensgefahr.
Was ist mit finanzieller Not?
Armut ist kein Todesurteil.
Wenn wir akzeptieren, dass finanzielle Not ein Grund ist, ein Kind zu töten, dann sagen wir: Arme Menschen haben weniger Recht auf Leben als Reiche.
Das können wir nicht akzeptieren.
Es gibt umfassende Hilfsangebote:
- Bundesstiftung Mutter und Kind — einmalige Beihilfe (bis zu 1.500 €)
- Landesstiftungen — zusätzliche Unterstützung
- Gemeinnützige Organisationen — finanzielle, emotionale und praktische Hilfe
- Sozialleistungen — Elterngeld, Kindergeld, Kinderzuschlag, Wohngeld
Niemand muss aus finanzieller Not abtreiben.
Was ist mit “zu jung”?
Ein junges Alter der Mutter macht das Kind nicht weniger lebenswert.
Ja, eine Schwangerschaft in jungen Jahren ist eine Herausforderung. Aber die Lösung ist Unterstützung, nicht Töten.
Es gibt Hilfe:
- Beratungsstellen — speziell für junge Mütter
- Finanzielle Unterstützung — siehe oben
- Schulische Unterstützung — viele Schulen bieten flexible Lösungen
- Adoption — eine liebevolle Option, wenn die Mutter nicht bereit ist, das Kind großzuziehen
Ein Kind ist kein “Unfall”, der “behoben” werden muss. Es ist ein Mensch.
Was ist mit “das Kind würde ein schreckliches Leben haben”?
Niemand kann die Zukunft vorhersagen.
Viele Menschen, die in schwierigen Umständen geboren wurden — in Armut, mit Behinderung, in kaputten Familien — führen trotzdem glückliche, erfüllte Leben.
Wer entscheidet, welches Leben “lebenswert” ist? Du? Der Arzt? Der Staat?
Die Annahme, dass “kein Leben besser ist als ein schweres Leben”, ist gefährlich. Sie öffnet die Tür zu Eugenik, Euthanasie und der Entmenschlichung von Menschen mit Behinderungen.
Jedes Leben hat Wert — unabhängig von den Umständen.
Was ist mit Fällen, in denen das Kind sowieso sterben wird (z.B. Anenzephalie)?
Das ist furchtbar. Solche Diagnosen sind herzzerreißend für die Eltern.
Aber: Auch wenn das Kind nach der Geburt sterben wird, verdient es Würde und Liebe — nicht den Tod durch Abtreibung.
Viele Eltern, die ihr todkrankes Kind ausgetragen haben, berichten, dass sie die wenigen Stunden oder Tage mit ihrem Kind als kostbar und heilend erlebt haben. Sie konnten Abschied nehmen, das Kind im Arm halten, es lieben.
Palliativmedizin statt Abtreibung. Das Kind verdient Liebe, nicht Gewalt.
Was ist mit Zwillingen, bei denen einer behindert ist (selektive Reduktion)?
Das ist Diskriminierung aufgrund einer Behinderung.
Die Frage ist: Würdest du ein geborenes Kind mit Behinderung töten, um seinem gesunden Zwilling ein “besseres Leben” zu ermöglichen? Nein? Warum sollte es dann vor der Geburt okay sein?
Jedes Kind — gesund oder behindert — hat ein Recht auf Leben.
D) Sonstiges
Was ist, wenn die Frau die Schwangerschaft nicht geschafft hätte?
Das ist eine hypothetische Frage. Niemand kann die Zukunft vorhersagen.
Fakt ist: Mit Hilfe und Unterstützung schaffen es die allermeisten Frauen. Viele Frauen, die zunächst abtreiben wollten, sind später dankbar, dass sie ihr Kind bekommen haben.
Die Lösung ist Hilfe, nicht Töten.
Was ist mit der psychischen Gesundheit der Mutter?
Psychische Belastung ist real und ernst zu nehmen. Aber sie ist keine Rechtfertigung für das Töten eines Kindes.
Studien zeigen: Abtreibung verschlimmert oft die psychische Gesundheit — Depressionen, Angstzustände, Schuldgefühle, Traumata.
Die Lösung ist Unterstützung und Therapie, nicht Abtreibung.
Was ist mit Frauen, die durch Abtreibung sterben?
Abtreibung ist nicht sicher.
- Körperliche Komplikationen: Blutungen, Infektionen, Unfruchtbarkeit, Organschäden.
- Psychische Komplikationen: Post-Abortion-Syndrom, Depressionen, Suizidgedanken.
- In Ländern mit legaler Abtreibung sterben Frauen trotzdem — durch Komplikationen, unsaubere Eingriffe, psychische Folgen.
Die sicherste Option ist, das Kind zu bekommen und zur Adoption freizugeben — wenn die Mutter nicht bereit ist, es großzuziehen.
Hast du weitere Fragen?
Schreib uns: kontakt@sundaysforlife.org
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