Lebensethik

Stammzellforschung

Darf man Menschen töten, um andere zu heilen?

Das Problem

Embryonale Stammzellen kosten Menschenleben

Bei der Gewinnung embryonaler Stammzellen werden menschliche Embryonen zerstört. Jeder dieser Embryonen ist ein menschlicher Organismus im frühesten Stadium seiner Entwicklung – mit eigener DNA, eigenem Stoffwechsel und eigenem Entwicklungsprogramm.

Die Forschung versprach einst Heilung für Diabetes, Parkinson und Leukämie. Keine dieser Heilserwartungen konnte bisher erfüllt werden. Stattdessen zeigten embryonale Stammzellen eine starke Neigung zur Tumorbildung und Abstoßungsreaktionen – Probleme, die von Anfang an bekannt waren.

Die Alternative

Adulte Stammzellen, ohne dass ein Mensch sterben muss

Die Alternative

Forschung, für die niemand sterben muss.

Adult
Adulte Stammzellen werden aus dem Körper geborener Menschen gewonnen – aus Knochenmark, Nabelschnurblut oder Fettgewebe. Ihre Gewinnung ist ethisch unbedenklich.
iPS
Induzierte pluripotente Stammzellen können aus normalen Körperzellen umprogrammiert werden. Sie bieten ähnliche Möglichkeiten wie embryonale Stammzellen – ohne einen Embryo zu zerstören.
Praxis
Medizinischer Fortschritt: Beide Alternativen liefern bereits heute beeindruckende Ergebnisse. Der Zweck heiligt nicht die Mittel, wenn das Mittel die Tötung eines Menschen ist.
Gesetz
Das Embryonenschutzgesetz (1990) verbietet die Erzeugung und Zerstörung menschlicher Embryonen für Forschungszwecke in Deutschland; das Stammzellgesetz (2002) erlaubt den Import embryonaler Stammzellen unter strengen Auflagen. Zwei Drittel der Deutschen halten dieses Verbot für richtig.

Impfstoffe

Zelllinien aus abgetriebenen Kindern

Einige Impfstoffe werden mithilfe von Zelllinien hergestellt, die in den 1960er-Jahren aus Gewebe abgetriebener Kinder gewonnen wurden – darunter die Zelllinien WI-38 und MRC-5. Das betrifft unter anderem Impfstoffe gegen Röteln, Windpocken und einige COVID-19-Impfstoffe.

Das bedeutet nicht, dass Impfstoffe „abgetriebene Kinder enthalten“. Aber die Herkunft der Zelllinien ist ethisch problematisch. Die Kinder, deren Gewebe verwendet wurde, haben dem nicht zugestimmt, und ihre Tötung war Voraussetzung für die Forschung.

Wir fordern die Entwicklung und Bevorzugung ethisch unbedenklicher Alternativen. Wo solche Alternativen existieren, sollten sie genutzt werden.

Forschung braucht Grenzen

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